Der Einsatz von Storytelling im Social Media Marketing

Wissen Sie, wie viele Werbebotschaften im Laufe eines Tages auf uns hereinprasseln? Unglaubliche 13.000, im Radio, TV, Internet, auf Plakatwänden und Displays. Da ist es schwierig, bei der Menge an Jingles, Content und Co. Prioritäten zu setzen. Mit Storytelling merken sich Zuhörer oder Leser die Botschaft ca. 20-mal besser. Jeder fühlt sich empathisch in diese Geschichte ein und fragt sich, wie er wohl reagiert oder gefühlt hätte. Wer Storytelling regelmäßig einsetzt, schafft so die Stimme seiner Marke. Idealerweise eine Stimme, mit der man sich fast heimisch fühlt. Ihre Kunden werden viel schneller erkennen, wofür Ihr Unternehmen und Ihre Dienstleistung oder Produkte stehen. So, wie es einer der bekanntesten Schriftsteller der Welt einmal formulierte, als es das Wort Storytelling noch gar nicht gab:

Wenn du ein Schiff bauen willst, dann trommle nicht Männer zusammen, um Holz zu beschaffen, Aufgaben zu vergeben und die Arbeit einzuteilen, sondern lehre sie die Sehnsucht nach dem weiten, endlosen Meer.

Antoine de Saint-Exupéry

Konkret bedeutet das für Social-Media-Marketing:

  • Story aufmerksamkeitsstark und komprimiert gestalten.
  • Der Zuhörer oder Betrachter muss in den ersten 5 Sekunden mitgerissen werden.
  • Wer seine Geschichte noch untermauern will, sollte die Bildgewalt von Pinterest oder Snapchat nutzen.
  • Seien Sie kreativ mit Fotos, Videos und Fotostorys.

Was ist die Zielgruppe für das Online Marketing?

Social-Media-Marketing funktioniert – wie Marketing generell – nur, wenn die Grundlagen stimmen. Und eine der elementarsten Grundlagen ist es zu wissen, wer die eigene Zielgruppe überhaupt ist. Und zwar sehr genau: Geschlecht, Alter, Status, Wohnort, Lebenssituation, Interessen, berufliche Situation. Definieren Sie genau, wer und wie der Musterkunde ist. Alle auf einmal? Das funktioniert nicht, weil sich jeder und niemand angesprochen fühlt und Sie sich auf keine Zielgruppe wirklich festlegen wollen.

Sie für Ihren Zielgruppenkunden ein konkretes Pseudonym zu: Haarfarbe, Figur, Geschlecht, Alter. Ist es eine bereits bestehende Zielgruppe oder möchten Sie Ihren Kundenstamm erweitern? Wünschen Sie sich unterschiedliche Zielgruppen für unterschiedliche Produkte?

  • Was macht er/sie beruflich und hobbymäßig?
  • Sind Kinder da oder Tiere?
  • Wie sind die Lebenseinstellung und der Status?
  • Was erwartet Ihr Musterkunde von einem Unternehmen und einem Produkt?
  • Wie agiert er/sie im Netz?
  • Ist er ein professioneller Kommentierer oder ein Gelegenheitssurfer?

Im Social Web ist allerdings noch mehr wichtig:

Auf welchen Kanälen ist die Zielgruppe sonst unterwegs?

Recherchieren Sie, welche Social-Media-Plattformen zu Ihrer Zielgruppe bzw. künftigen Zielgruppe passen. Nur wenn Ihr Unternehmen, Ihre Produkte, die Social-Media-Strategie und die Zielgruppe(n) zusammenpassen, fühlt sich Ihr Kunde angesprochen. Dazu können Sie Kommentare lesen, in denen gerne erzählt wird, wo man sich sonst wohlfühlt, Studien oder Referate einsehen und die Profile der unterschiedlichen Social-Media-Anbieter checken.

Oder Sie fragen Ihre Kunden einfach. Das ist kein besonderer Aufwand und zeigt Ihr Interesse. Mit kostenlosen oder günstigen Umfragetools ist das schnell umgesetzt: Umbuzzo, Free Survey Creator oder Umfrageonline helfen dabei.

Wer geschickt fragt, erfährt nicht nur, auf welchen Plattformen die Nutzer unterwegs sind, sondern auch wie sie im Social Web agieren:

  • Ist Ihr Kunde reiner Zuschauer?
  • Pflegt er ein oder mehrere Profile im Social Web?
  • Kommentiert und rezensiert Ihr Kunde aktiv?
  • Erstellt er selbst Videos, Fotosessions, Blogbeiträge?
  • Liest und sammelt er interessierte Beiträge und Newsletter?

Was zieht Ihre Zielgruppe auf die unterschiedlichen Plattformen oder Websites?

Um herauszufinden, weshalb jemand leidenschaftlicher Snapchat-Nutzer, aber kein XING-Mitglied ist, gilt es am besten wieder Kommentare und Analysen einzusehen. Oder Sie „wildern“ bei Ihrer Konkurrenz und informieren sich über die Social-Media-Aktivitäten und auf welchen Plattformen diese erfolgreich umgesetzt werden.

Haben Sie dieselbe Zielgruppe wie ein Mitbewerber und ist diese dort aktiv, sollten Sie sich dessen Aktivitäten und Marketingmaßnahmen näher anschauen. Dann verfolgen Sie die wettbewerbsorientierte Marketingstrategie, über die es auch bereits einen Blogartikel gibt:

  • Welche Strategie verfolgt der Mitbewerber?
  • Auf welchen Plattformen agiert das Unternehmen und mit welchem Erfolg?
  • Wie häufig wird gepostet?
  • Bietet der Konkurrent auch Videos bzw. sogar Live-Videos an?
  • Und setzt er Storytelling ein?
  • Postet das Unternehmen aktiv witzige, ironische oder eher informative Beiträge?
  • Was kommt gut an, was weniger?
  • Wie hoch ist die Aktivität der Fans des Mitbewerbers? Diese ergibt sich aus der durchschnittlichen Anzahl an Likes, Kommentaren und Shares geteilt durch die Anzahl der Nutzer. Um diesen Wert sicher und schnell zu erhalten, kann man spezielle Tools nutzen.

Kopieren ist dabei übrigens nicht erlaubt. Einfach die Maßnahmen des erfolgreichen Konkurrenten zu übernehmen, kann zu unerwartetem Widerstand führen. Social-Media-Nutzer wollen authentische und individuelle Darstellungen erleben. Kopierte Inhalte führen schnell zu einem Shitstorm.


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